Passender Umgang mit Hund – was heißt das für mich?

Erkennen, wie ist der Hund, wie ist der Mensch, wo stehen sie gerade, und was sind die Ziele?

Klarheit
Klare, verständliche Mitteilungen machen.

Es gibt nur Ja oder Nein (kein Vielleicht). Es gibt erlaubt oder nicht erlaubt. Erfolg oder Misserfolg.

Dem Hund auch körpersprachlich eindeutig mitteilen, was erwünscht und was nicht erwünscht ist.
Beispiel: Will mein Hund mich mit matschigen Pfoten anspringen, teile ich ihm körpersprachlich klar mit, dass das nicht erlaubt ist, indem ich ihm z.B. meine Handinnenfläche als „Stoppsignal“ zeige und/oder meinen Körper leicht nach vorne neige.

Konsequenz in der Situation
Durchsetzungsvermögen haben, beharrlich sein, wissen, was ich gerade will. Beispiel: Will mein Hund nicht auf seinen Platz gehen, obwohl ich ihn geschickt habe, bleibe ich ruhig und beharrlich dran, bis er es tut. Das ist nicht immer so einfach, ich weiß… 🙂

Richtiger Zeitpunkt für Lob und Korrektur
Lob für erwünschtes Verhalten, z.B. für „Sitz“, muss die Belohnung kommen, solange der Hund sitzt und nicht erst, wenn er schon wieder aufgestanden ist.

Korrektur für unerwünschtes Verhalten muss bereits im Ansatz erfolgen, z.B. will Hund mich anspringen (was ich nicht will), muss ich schon reagieren, bevor die Pfoten den Boden verlassen.

Grenzen setzen
Es gibt Dinge, die sind einfach tabu, die darf sich Hund nicht erlauben.

Beispiel: Will Hund auf eine Weide laufen, reagiere ich rechtzeitig mit einer für ihn eindeutigen und verständlichen Ansage, dies zu unterlassen.

Geduld haben
in den nötigen Situationen, d.h. den Hund nicht überfordern, gerade dann, wenn er etwas Neues lernen soll. Nicht zu schnell zu viel erwarten.

Sichere und verlässliche Führung geben
Ich treffe die Entscheidungen, sage was gemacht wird und wo es langgeht. Ich regele die alltäglichen Situationen und sorge dafür, dass mein Hund sich bei mir sicher fühlen kann.

Einfühlen können
in den Hund durch genaues Hinsehen.

Freudiger Umgang miteinander
Das wichtigste für mich im Umgang mit Hund ist, dass es Freude macht, dass Hund und Mensch gerne miteinander „zu tun“ haben.

Den Hund Hund sein lassen und ihn respektieren, wie er ist
Jeder Hund ist anders. Mit einem vorsichtigen sensiblen Hund wird man anders umgehen als mit einem, der überzeugt ist, ein klasse Typ zu sein.

Ich setze viel Körpersprache ein, denn das ist die Kommunikationsform, die Hunde am besten verstehen.
Schon kleinste Gesten nehmen Hunde genau wahr.

Ich setze die Belohnung für erwünschtes Verhalten ein, die für den Hund in der jeweiligen Situation auch als bestes ankommt. Das kann lobende Stimme sein, Körperkontakt, Futter, Spielzeug, ein Rennspiel mit mir oder ein Auflösungssignal sein.

Sogenannte „Erziehungshilfen“ wie Stachelhalsband, Kettenwürger oder Geschirre, die in die Achseln einschneiden, damit Hund nicht so zieht, benutze ich nicht.