ein paar Gedanken vom Umgang mit anderen Hundebesitzern, Nichthundebesitzern und der Umwelt

Seltsam, wie intolerant Hundebesitzer gegenüber anderen Hundebesitzern sein können.

Dabei haben sie eine Sache doch schon mal gemeinsam: einen Hund!

Und doch gibt es so viele Vorurteile: Ich habe einen Hund, der andere hat einen Köter…

Das ist so wie beim Autofahren: Ich kann fahren, der andere ist ein Depp… 🙂

Die Besitzer kleiner „Schoßhunde“ werden gerne belächelt und kennen sämtliche Sprüche zur Genüge.

Besitzern mit großen schwarzen Hunden werden argwöhnisch betrachtet, und Besitzern mit gestromten Hunden geht man mal besser ganz aus dem Weg…

Wir Menschen lassen uns sehr vom ersten optischen Eindruck beeinflussen und neigen dazu, ein schnelles Urteil zu fällen. So sind wir Menschen nun mal.

Egal, welchen Eindruck man von seinem Gegenüber hat, man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man sich respektvoll verhält. Im Gegenteil – ein freundlicher Umgang vermittelt angenehme Gefühle auf beiden Seiten.

Ich selbst bin immer wieder überrascht darüber, dass Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, Walker sich bei mir bedanken, weil ich meine Hunde zeitig zu mir rufe und sie ggf. an den Wegrand setze. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein! Aber anscheinend ist es das nicht.

Immer wieder gibt es uneinsichtige Hundehalter unter denen alle anderen leiden müssen.

Warten wir nicht ab, ob und was der andere tut, sondern fangen wir bei uns selbst an und gehen mit gutem Beispiel voran!

Höflichkeiten / faires Verhalten:

– Kommt Ihnen ein angeleinter Hund entgegen, nehmen Sie Ihren bitte auch an die Leine (oder bei wirklich gut erzogenen, wenigstens dicht heran). Signalisieren Sie Ihrer Begegnung, dass Sie ein vorausschauender und rücksichtsvoller Hundehalter sind. Sätze wie: „ Meiner macht nix!“ sind längst überholt, zeugen von Bequemlichkeit, Unwissenheit, Respektlosigkeit, Überheblichkeit oder fehlender Erziehung, und keiner will sie mehr hören.
Es gibt immer einen Grund, weshalb ein Hund an der Leine ist! Respektieren Sie das.

– Lassen Sie Ihren Hund nicht an Ruhebänken, Gartentoren, Hauswänden, Autoreifen oder Mülltonnen markieren. Auch, wenn Markieren zum Nachrichtenaustausch und zur Kommunikation gehört, müssen Hunde nicht alles anpinkeln. (Auch wir müssen uns nicht in jedes Menschengespräch einmischen … )

Was würden Sie tun, wenn ein Hund an Ihr Gartentor oder an Ihr Auto pinkelt? Wäre Ihnen das wirklich egal? Wir Menschen haben es in der Hand, dies zu steuern. Und unsere Hunde sind äußerst lernfähig und verstehen sehr schnell, dass Beinchen heben hier nicht erwünscht ist. Wie gesagt, es liegt am Menschen. 🙂

– Seien Sie so nett und beseitigen Sie die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners an den Stellen, an denen sie für andere zum Ärgernis werden könnten. Möchten Sie einen (fremden) Hundehaufen vor Ihrer Haustür oder neben der Ruhebank haben, auf der Sie gerne sitzen würden? Von Spielplätzen oder Gehwegen brauchen wir erst gar nicht reden…

– Lassen Sie Ihren Hund bei Begegnungen mit Artgenossen, Joggern, Radfahrern, Kindern, ängstlichen Personen oder sonstigen „unheimlich“ wirkenden Personen nicht direkt an diesen vorbeigehen, sondern schieben Sie sich selbst „Schutzschild“ dazwischen. Das heißt, Sie sind der/die Tonangebende und befinden sich zwischen Ihrem Hund und den Fremden. Sie werden erstaunt sein, wie viele Mitmenschen Ihnen dies danken – und Ihr Hund auch!

– Respektieren Sie eingezäunte Grundstücke und Wiesen (auch, wenn gerade keine Kühe oder Pferde drauf stehen) und lassen Sie Ihren Hund diese nicht „verschmutzen“. Lassen Sie ihn nicht darauf herumstöbern oder gar buddeln! Diese Wiesen gehören Ihnen nicht. Sie sind Privateigentum oder gegen Bezahlung gepachtet. Wie würden Sie reagieren, wenn Fremde in Ihren Garten einfallen, sich dort tummeln, ein bisschen breit machen und evtl. eine Party feiern würden, dabei ihren Dreck liegen lassen, Ihre Blumen platttreten oder vielleicht sogar Ihre Früchte ernten würden? Auch, wenn diese Fremden ganz nett wären, es würde Ihnen nicht gefallen, oder?

– Respektieren Sie die Arbeit und Leistungen unserer Landwirte und laufen nicht über Futterfelder und Futterwiesen! Sie brauchen diese für ihre Existenz. Denken Sie jetzt nicht, was macht es denn, wenn ich 1x da drüber laufe…? Das denken 20 andere nämlich auch…

– Respektieren Sie die Brut- und Setzzeiten unserer Wildtiere von März bis Juni und lassen Sie Ihren Hund nicht über Felder und Wiesen streunen. Wir Hundebesitzer sollten Verantwortung übernehmen und dafür Sorge tragen, dass die Tierwelt eines bestimmten Gebietes auch zu ihrem Recht kommt. Wenn brütende Vögel oder tragende Rehe auch nur kurz von einem stöbernden Hund aufgescheucht werden, bedeutet das für sie einen hohen Energieverlust, den sie eigentlich für ihren Nachwuchs bräuchten.
In vielen Gemeinden herrscht in dieser Zeit Leinenpflicht. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund auf den Wegen bleibt. Wenn Sie dies nicht gewährleisten können, nehmen Sie ihn zumindest an die Schleppleine!