Denn Geduld hilft, das Leben zu meistern!
Dieses Training richtet sich an die ungeduldigen, impulsiven und hibbeligen Vertreter unter unseren Haushunden.
Häufig erlebe ich Hundehalter die Hilfe bei der Leinenführigkeit oder dem Rückruf suchen, doch schnell stellt sich heraus, dass das nicht das „eigentliche Problem“ ist. Das „eigentliche Problem“ ist ein unruhiger, aufgeregter Hund, der sich nur allzu leicht von Außenreizen ablenken lässt, kleinste Vorkommnisse verbellt, nicht auf seinen Menschen achtet und somit nicht „zuhören“ kann.
Oft haben diese Hunde eine ständig erhöhte Pulsfrequenz, sei es aus Frust oder auch aus (übertriebener) Freude oder Aufregung. Um diesen Hunden zu mehr Ausgeglichenheit zu verhelfen, hilft es nicht, nur die Symptome verändern oder abstellen zu wollen, sondern man muss als Mensch verstehen, warum diese unerwünschten Verhaltensweisen entstehen und wie Hunde lernen.

Ruhe und Konzentriertheit sind Voraussetzung um zu lernen!
Bei uns Menschen und auch bei unseren Hunden. Um Dinge verarbeiten zu können und diese ins Langzeitgedächtnis gelangen zu lassen, braucht unser Gehirn ausreichende Ruhephasen.

Viele Hundebesitzer messen die Erziehung ihres Vierbeiners nur an konditionierten Aktionen wie „Sitz“ und „Platz“ und wissen nicht, dass auch „Ruhe halten“ und „abwarten können“ erlernt werden müssen. Sie glauben, dass ein Hund erst dann glücklich und zufrieden ist, wenn sie ihm ein spannendes Beschäftigungsprogramm bieten, ihn von Hundewiese zu Hundewiese chauffieren oder er den ganzen Tag kunterbunt neben ihnen herumtollen kann und in „action“ ist. Anfangs, als Welpe oder Junghund, war es vielleicht noch niedlich und man hatte Verständnis für seinen quirligen Schelm. Doch irgendwann wurde es nervig, dieses ständige Herumgewusel, diese ständige Unruhe. Mit in den Biergarten darf er leider nicht (mehr), weil es für Herrchen oder Frauchen zu anstrengend geworden ist, permanent aufpassen müssen, dass der Schatz keinen Blödsinn macht und sich ruhig verhält…

Soziale Lebewesen (Menschen wie Hunde) müssen lernen in der Gesellschaft zurecht zu kommen.
Dazu gehören Anpassungsfähigkeit, Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz, ein gewisses Maß Stress aushalten zu können und auch Kompromissbereitschaft! Wer das nicht gelernt hat, wird früher oder später Probleme bekommen.
Ruhe halten und Konzentrationsfähigkeit eines Hundes sind abhängig von Alter, Rasse, Ausbildungsstand und Umwelterfahrungen, dennoch kann man mit gezielten Übungen Einfluss darauf nehmen.

Es gibt viele Verhaltensweisen im Alltag, die darauf deuten, dass einem Hund mehr „Ruhe“ vermittelt werden sollte. Welchen Hunden tun Übungen zu mehr Ruhe und Konzentriertheit gut?

Hunde,
die ungehemmt Menschen anspringen,
die sich ständig von irgendwelchen Außenreizen ablenken lassen,
die schnell auf 180 sind und kleinste Vorkommnisse verbellen,
die keine Minute ruhig warten können,
die Menschen oder auch Artgenossen zu sehr und impulsiv bedrängen,
die piensen oder bellen wenn es nicht voran geht,
die piensen oder bellen wenn sie nicht können wie sie wollen
die ungeduldig in die Leine springen,
die in die Leine beißen,
die ihr Gewicht nicht gleich auf vier Pfoten verteilen sondern nach vorne geneigt in der Leine hängen,
die nicht an einem angewiesenen Platz bleiben,
die zu Hause auf Schritt und Tritt verfolgen (ständiges Hinterherlaufen),
die „protestieren“ wenn eine Tür vor ihnen geschlossen wird,
die Bewegungsreizen (z.B. fliegender Ball) nicht widerstehen können, alles jagen wollen
die nicht alleine bleiben können,
die ruhelos, nervös, hyperaktiv oder schreckhaft sind,
die „keine Zeit“ für Berührungen haben oder Nähe schlecht ertragen wollen/können,
die gierig Futter verschlingen,

Das sind nur einige Beispiele die zeigen, dass ein Hund nicht ausgeglichen ist und unter unnötiger, ungewollter Spannung steht oder einfach noch nicht gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
Solche Hunde leiden unter einer ständigen inneren Unruhe und sind definitiv nicht entspannt. Sie haben Stress. Und Stress auf Dauer ist nicht gesund. Das wissen wir alle.

In dieser Stunde zeige ich Ihnen, wie Sie Ihrem Hund mehr Ruhe und Konzentriertheit vermitteln können. Ich zeige Ihnen z.B. wie Sie Ihren Hund auf einem angewiesenen Platz halten können, an lockerer oder gar ohne Leine und ohne den Hund in ein gesprochenes Kommando zu pressen.
Ich zeige Ihnen z.B. wie Sie Ihren Hund gesittet, an lockerer oder gar ohne Leine, ohne gesprochenes Kommando und ohne Bestechung, durch eine Tür gehen lassen.
Ich zeige Ihnen, wie Sie sich präsent machen können und Ihr Hund Ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt.
Auch gibt es Gleichgewichtstraining an Geräten, Bodenarbeit, Geschicklichkeitsübungen,
angepasstes Berühren (Streicheln) des Hundes,
Übungen zur Frustrationstoleranz wie z.B. ruhiges Warten neben dem Besitzer,
Bewegungsreizen widerstehen, Ablenkungsreizen widerstehen.

Gerade weil hier nichts Aufregendes passiert, passiert ganz viel!
In der Ruhe liegt die Kraft!

3 Trainingseinheiten ( à ca. 60 min)   60,-

Übrigens: Jeder von uns kennt den Begriff „hundemüde“.
Erwachsene Hunde schlafen und ruhen 17 – 20 Stunden am Tag, Welpen, Senioren und auch Kranke 20 – 22 Stunden! Dazu gehören auch gemeinsames „Rumhängen“ vor dem Fernseher oder unterm Schreibtisch dösen.
Unseren Haushunden ist das Einhalten ihres natürlichen Ruhebedürfnisses „abgezüchtet“ worden, denn sie sollen stets im Einsatz und hellwach sein, wenn wir Menschen das wollen. Könnten Hunde ihren Tagesablauf selbst bestimmen, würden sie die meiste Zeit ruhen und faul an einem angenehmen und sicheren Platz liegen und es sich gut gehen lassen.
Hunde, die nicht genügend Schlaf und Ruhe bekommen sind anfälliger für Krankheiten (z.B. Magen-Darmprobleme, Hautprobleme, Allergien, Herz-Kreislaufprobleme…) und benehmen sich insgesamt gereizter und aggressiver.